Mo
05
Jan
2009
Geozon auf Open-Access-Workshop in Hamburg
Am 26. und 27. Januar 2009 veranstaltet die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) im Rahmen des Multiplikatoren-Netzwerkes „oa-net-work“ einen Open-Access-Workshop. Rund 40 Experten aus ganz Deutschland kommen in Hamburg zusammen, um gemeinsam die Umsetzung von Open Access in der Praxis zu diskutieren.
Wissenschaftler werden in der Regel aus Steuermitteln und somit von der Allgemeinheit finanziert – ein Grund, auch ihre Forschungsergebnisse frei zur Verfügung zu stellen. Doch der sogenannte Open Access über das Internet ist in Deutschland noch keine tägliche Praxis. Deshalb machen sich hierzulande immer mehr Wissenschaftseinrichtungen gemeinschaftlich für einen kostenlosen Zugang zu Forschungsergebnissen stark.
Um die Reichweite ihrer Forschungsergebnisse deutlich zu erhöhen, würden Wissenschaftler ihre Aufsätze gern nach dem Open-Access-Prinzip veröffentlichen – im Internet, umsonst und für jeden zugänglich. Dies zeigen wiederholt unterschiedliche Studien. Stehen die Arbeiten entweder nur im Netz oder zumindest neben einer gedruckten Fassung auch im Netz, sind Forschungsergebnisse schnell im Umlauf und können besser zitiert werden.
Doch in der Praxis spielt Open Access in Deutschland noch eine untergeordnete Rolle. Woher kommt die Skepsis und wie lässt sich Open Access an wissenschaftlichen Institutionen und Einrichtungen in Deutschland besser voranbringen? Welche Möglichkeiten und Chancen bietet Open Access für Verlage? Und wie könnten der Dialog und die Zusammenarbeit mit Verlagen aussehen?
Um diese Fragen dreht sich zwei Tage lang der Open-Access-Workshop des bundesweit tätigen „oa-net-work“, einem Multiplikatoren-Netzwerk für alle, die sich im Bereich Open Access engagieren und sich in ihrer täglichen Arbeit mit diesem Thema beschäftigen. Bundesweit rund vierzig Fachexperten aus Universitäten sowie aus außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie der Max-Planck-Gesellschaft oder der Leibniz-Gemeinschaft werden erwartet.

