Open Access – Offener Zugang zu Forschungsergebnissen
Ziel des Offenen Zugangs ist es, wissenschaftliche Literatur und wissenschaftliche Materialien für alle Nutzerinnen und Nutzer kostenlos im Internet zugänglich zu machen. Ein wesentlicher Aspekt ist die Maximierung der Verbreitung wissenschaftlicher Information, wie in der Berliner Erklärung gefordert.
Berliner Erklärung
Am 22. Oktober 2003 verabschiedeten die deutschen Wissenschaftsinstitutionen folgende Erklärung zum Offenen Zugang zu Forschungsergebnisse (Auszug):
Unsere Aufgabe, Wissen weiterzugeben, ist nur halb erfüllt, wenn diese Informationen für die Gesellschaft nicht in umfassender Weise und einfach zugänglich sind. Neben den konventionellen Methoden müssen zunehmend auch die neuen Möglichkeiten der Wissensverbreitung über das Internet nach dem Prinzip des offenen Zugangs (Open Access-Paradigma) gefördert werden. Wir definieren den offenen Zugang oder den ‚Open Access’ als eine umfassende Quelle menschlichen Wissens und kulturellen Erbes, die von der Wissenschaftsgemeinschaft bestätigt wurden.
Der offene Zugang als erstrebenswertes Verfahren setzt idealerweise die aktive Mitwirkung eines jeden Urhebers wissenschaftlichen Wissens und eines jeden Verwalters von kulturellem Erbe voraus. Open
Access-Veröffentlichungen umfassen originäre wissenschaftliche Forschungsergebnisse ebenso wie Ursprungsdaten, Metadaten, Quellenmaterial, digitale Darstellungen von Bild- und Graphik-Material und
wissenschaftliches Material in multimedialer Form.
Erstunterzeichner:
Karl Max Einhäupl, Vorsitzender des Wissenschaftsrates
Peter Gaehtgens, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz
Ernst-Ludwig Winnacker, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft
Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft
Walter Kröll, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft
Hans-Olaf Henkel, Präsident der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz
Friedrich Geisselmann, Vorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes
Dieter Simon, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
u.a.
